Presse

Hier findest Du Presseberichte und andere Beträge über die Aktionstage und Veranstaltungen.

Gütersloh ver/liebt sich -  Aktionstage für Vielfalt vom 13. Mai – 27. Mai

Ein Programm für, mit und über „Vielfalt“ stellt die AG zur Veranstaltungswoche „Gütersloh ver/liebt sich“
Ein Programm für, mit und über „Vielfalt“ stellt die AG zur Veranstaltungswoche „Gütersloh ver/liebt sich“

Gütersloh (gpr). Gütersloh ver/liebt sich auch in diesem Frühjahr und setzt wie schon in den letzten Jahren,  am 17. Mai dem internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie,  ein klares Statement für Vielfalt, denn: „Liebe ist Liebe – egal ob lesbisch, hetero, bi, schwul, trans*oder inter*.

 

Aus diesem Anlass gibt es auch in diesem Jahr ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm rund um den 17. Mai, an dem sich zum ersten Mal verschiedene Gruppierungen und Institutionen beteiligen. Während der Aktionstage werden am  Gütersloh Rathaus Regenbogenfahnen wehen.

 

Unter dem Motto „Gütersloh ver/liebt sich“ haben der Arbeitskreis Jungenarbeit Kreis Gütersloh, die AWO Sexualpädagogik und Aidsprävention, die  BEFAH - Elterngruppe OWL - Eltern homosexueller Töchter und Söhne, die Frauenberatungsstelle Frauen für Frauen e.V, dem GetInn - Treffpunkt für junge Schwule, Lesben und Freunde -, die Gruppe „Gütersloh verliebt sich“ und die  pro familia Gütersloh mit der Unterstützung der Gleichstellungsstelle für Frau und Mann der  Stadt Gütersloh sowie der städtischen Öffentlichkeitsarbeit zusammengeschlossen und ein vielseitiges und abwechslungsreiches  Veranstaltungsprogramm  zusammengestellt. So können sich alle Bürgerinnen und Bürger  informieren, neue Kontakte knüpfen und ein Zeichen für die Akzeptanz der Vielfalt in der Stadt Gütersloh setzen.

 

Hintergrund: Internationaler Tag gegen Homophobie

Vor gerade einmal 27 Jahren, am 17. Mai 1990, strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Erkrankungen. Sexuelle Minderheiten gehören zur gesellschaftlichen Vielfalt – auch in NRW, auch in Gütersloh. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind lesbisch, bisexuell  oder schwul. Zudem gibt es Menschen, die sich als transsexuell, transgender oder intersexuell bezeichnen (LSBTI*).  Aber noch heute werden Menschen, die sich als lesbisch, bi, trans*, inter* oder schwul definieren weltweit Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt, auch in Deutschland -  eine häufig verdrängte Tatsache. Die Lebens- und Liebesformen, die mit all den unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten einhergehen, machen die Vielfalt unserer Gesellschaft jedoch aus und bereichern sie. Zwar gibt es bereits zahlreiche Fortschritte hinsichtlich der Akzeptanz und Anerkennung vielfältiger sexueller Orientierungen und Identitäten. Dennoch:  Es ist noch ein langer Weg zu einer bunten, gerechten und akzeptierenden  Gesellschaft. Die Gütersloher Veranstaltungsreihe will dafür werben, informieren und Vielfalt demonstrieren.

 

Die Veranstaltungen in Gütersloh auf einen Blick:

 Offenes Treffen BEFAH-Elterngruppe OWL

Sa.

13.05.2017

Matthäus-Gemeindezentrum

 Abend der offenen Tür GetInn

Di.

16.05.2017

Jugendzentrum Bauteil 5

 Pro Homo - Hip Hop verliebt sich

Mi.

17.05.2017

Jugendzentrum Bauteil 5

 RainbowFlash

Mi.

17.05.2017

Berliner Platz

 Lesben* Café

Do.

18.05.2017

Frauenberatungsstelle

 Lebenssituation transidenter Jugendlicher

Do.

18.05.2017

Volkshochschule

 La belle saison - eine Sommerliebe

Fr.

19.05.2017

Bambi-Kino

 Zeitzeugengespräch zu §175 StGB

So.

21.05.2017

Stadtmuseum Gütersloh

 Workshop "SchLAu Bielefeld" und "Schule der Vielfalt"

Mo.

22.05.2017

Kreishaus

 Offenes Treffen "Gütersloh verliebt sich"

Sa.

27.05.2017

Café fairleben

 

Das Programm liegt ab Mai in öffentlichen Einrichtungen aus und  steht im Internet unter www.guetersloh.de und www.gt-verliebtsich.de zum Download bereit.

 

Weitere Informationen gibt es bei der Stadt Gütersloh, Gleichstellungsstelle, unter 05241 / 82 2080.

 

Pressemitteilung der Stadt Gütersloh vom 4. Mai 2017 

Liebe ist immer schön

Mit Luftballons und Gottesdienst für Liebe in Vielfalt und gegen Homo- und Transphobie

Für Liebe in Vielfalt warb der „Rainbow-Flash“ mit bunten Luftballons. Foto: Kerstin Jacobsen
Für Liebe in Vielfalt warb der „Rainbow-Flash“ mit bunten Luftballons. Foto: Kerstin Jacobsen

Gütersloh. „Gott hat uns nicht nach einer DIN-Norm geschaffen“, so Pfarrer Thorsten Maruschke. „Es ist normal, verschieden zu sein.“ Unter dem Motto „Verliebt in Vielfalt“ stand ein Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche, der die erste Aktionswoche „Gütersloh verliebt sich“ beschloss. Die Pfarrer Thorsten Maruschke und Stefan Salzmann gestalteten ihn gemeinsam mit der Gütersloher Aktionsgruppe gegen Homophobie. Es musizierten KMD Sigmund Bothmann und Ten Sing Gütersloh. 

 

Ein Comic schilderte die Nöten der 38-jährigen Helene: Nach vielen Anläufen traut sie sich endlich, ihrer Familie zu offenbaren, dass sie lesbisch ist. Kirsten Herrmann erzählte von ihren Kindern: Ihre erste Tochter kam behindert zur Welt, die zweite schlug eine sichere Verwaltungslaufbahn für ein Theologiestudium in den Wind. Sie berichtete von Anfeindungen und Auseinandersetzungen.

 

Pfarrer Maruschke erinnerte daran, dass auch Jesus sich anders entwickelte als gedacht und seine Eltern ihn nicht verstanden. Seine Jüngerinnen und Jünger seien ihm zur neuen Familie geworden. Selbst Jesus habe zeitweise an seiner Berufung gezweifelt, sie aber angenommen. „Von Jesus können wir lernen: Gott gibt uns Aufgaben und er gibt uns die Kraft, sie zu erfüllen.“

 

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste psychischer Erkrankungen. Seit 2005 wird das Datum als Internationaler Tag gegen Homophobie (Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Menschen) begangen. Die Aktionsgruppe „ich bin mensch“ und die Elterngruppe OWL homosexuell liebender Kinder warben mit mehreren Veranstaltungen für Aufklärung und Akzeptanz.

An die 150 Personen ließen beim „Rainbow Flash“ vor dem Gottesdienst auf dem Berliner Platz bunte Luftballons mit persönlichen Botschaften in den Himmel steigen und setzten so ein farbenfrohes Zeichen gegen Intoleranz und für die Vielfalt der Liebe. Maria Unger freute sich über die rege Beteiligung. „Liebe ist immer etwas Schönes“, betonte die Bürgermeisterin. Vielerorts sei es lebensgefährlich, sich als schwul oder lesbisch zu outen, gab Stefan Matthias Pape von der Initiative „anders und gleich“ zu bedenken. „In 70 Staaten werden Homosexuelle gesetzlich verfolgt, in sieben sogar mit der Todesstrafe bedroht.“

 

Noch bis zum 13. Juni ist in der Stadtbibliothek Gütersloh eine Comic-Ausstellung zum Thema zu sehen. „Ach, so ist das?!“ beleuchtet die Herausforderungen, denen homosexuell empfindende Menschen begegnen.

 

Artikel von www.kirchegt.de vom 20. Mai 2015 und aus "Unsere Kirche" vom 31. Mai 2015

"Es geht um Liebe, egal welches Geschlecht"

Ein Zeichen gegen die Diskriminierung Homosexueller setzten am Sonntag rund 120 Teilnehmer beim RainbowFlash. Bunte Ballons stiegen gen Himmel. Bild: Reckeweg
Ein Zeichen gegen die Diskriminierung Homosexueller setzten am Sonntag rund 120 Teilnehmer beim RainbowFlash. Bunte Ballons stiegen gen Himmel. Bild: Reckeweg

Gütersloh (nika). Am Sonntag ist die Aktion „Gütersloh verliebt sich“ gegen Homophobie und Transphobie mit einem Rainbow-Flash zu Ende gegangen. In der Woche zuvor gab es Angebote für Eltern und Lehrer, ein Theaterstück in der Weberei und eine Ausstellung in der Gütersloher Stadtbibliothek zum Thema.


Beim Rainbow-Flash auf dem Berliner Platz versammelten sich rund 120 Interessenten, teilweise auch Bielefelder, und ließen 110 Luftballons mit persönlichen Botschaften in den Himmel steigen. Für die Veranstalter eine gute Resonanz, auch wenn sich die Menschentraube auf dem Vorplatz fast ein wenig verlor.


Stefan Matthias Pape organisierte die Aktion. „Wir müssen das Thema anfassen und deutlich Position beziehen“, sagt der 21-Jährige. „In der Gesellschaft wird Homo- und Transsexualität nur langsam zum Thema und man bekommt ständig vor Augen geführt, dass du als Schwuler oder als Lesbe immer noch nicht ins Bild passt.“ Pape ist es wichtig, das Thema ernst anzugehen. „Diskriminierung gehört für viele Betroffene zum Alltag.“ Zudem hätten vielen Veranstaltungen die Ernsthaftigkeit verloren. Pape: „Der Christopher Street Day wird eher als große Party gesehen.“


Erst am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste psychischer Erkrankungen. Doch unbesorgt in den Urlaub fahren, das könne Pape nicht. „In 70 Staaten können Homosexuelle gesetzlich verfolgt werden, in 7 Staaten wartet sogar die Todesstrafe auf Schwule und Lesben“, empört sich der Student. Stefan Matthias Pape möchte vor allem eins erreichen: „Es geht um Liebe, ganz egal, welches Geschlecht die Person hat.“ Außerdem wolle er den Leuten zeigen, dass es auch in Gütersloh Beratungsmöglichkeiten gebe. Zum offenen Treffen für Eltern sei niemand gekommen, aber am Workshop für Lehrer hätten fünf Pädagogen teilgenommen. „Das hat mich begeistert“, betont Pape. Er selbst werde in der Öffentlichkeit oft komisch angeschaut. Geoutet habe er sich mit 17 Jahren. „Da wurde ich von einigen mit ,Das ist Stefan und der ist schwul’ vorgestellt“, erzählt Pape. „Mir hat noch nie jemand gesagt ,Du Stefan, ich bin hetero’.“ Auf die Angebote von „Gütersloh verliebt sich“ habe er viele positive Reaktionen bekommen. „Das zeigt mir, dass es Gesprächsbedarf gibt.“ Der Rainbow-Flash wurde von zwei Infoständen der NRW-Kampagne „Anders und gleich“ sowie „Mein Herz schlägt für die Vielfalt“ begleitet. Im Anschluss daran fand in der Martin-Luther-Kirche ein Themen-Gottesdienst statt.


Pressebericht aus "Die Glocke" vom 19. Mai 2015

"Rainbowflash" gegen Homophobie

Sichtbares Zeichen: Bunte Ballons steigen vom Berliner Platz in den Himmel. - © Foto: Patrick Menzel
Sichtbares Zeichen: Bunte Ballons steigen vom Berliner Platz in den Himmel. - © Foto: Patrick Menzel

Gütersloh. Bunte Luftballons schweben vom Berliner Platz in den fast wolkenlosen Himmel. Anlass für das bunte Treiben, Rainbowflash genannt, war der Internationale Tag gegen Homophobie. An diesem Tag setzen Schwule und Lesben, deren Freunde, Kollegen, Eltern und Geschwister in vielen Städten der Welt ein Zeichen gegen Homophobie und lassen Luftballons in den Himmel steigen. "In Gütersloh hat Intoleranz keinen Platz. Homosexuelle Liebe ist kein Verbrechen", sagt Stefan Matthias Pape von der Initiative "anders und gleich", die zu dieser Aktion aufgerufen hatte. Gefolgt waren dem Aufruf in Gütersloh etwa 150 Sympathisanten, die ihre Botschaften gegen Homophobie aufgeschrieben und mit den Ballons auf die Reise geschickt haben.


Pressebericht aus der "Neuen Westfälischen" vom 18. Mai 2015

Bürgerstiftung fördert den RainbowFlash

Aktionstage gegen Homophobie am 17. Mai

Werben für die Aktion: Stefan Matthias Pape ("ich bin - mensch") und Kirsten Zink (Bürgerstiftung).
Werben für die Aktion: Stefan Matthias Pape ("ich bin - mensch") und Kirsten Zink (Bürgerstiftung).

Die erste Aktionswoche gegen Homo- und Transphobie, die seit einigen Tagen in Gütersloh läuft, steuert auf ihren Höhepunkt zu: Ein RainbowFlash am Sonntag um 17 Uhr auf dem Berliner Platz.  Mehr als 100 Menschen haben laut Veranstalter ihre Teilnahme angekündigt. Die Aktionswoche wird finanziell von der Bürgerstiftung Gütersloh unterstützt. 

 

„Wir freuen uns, dieses Projekt zu fördern, das das Bewusstsein der Bürger für die Diskriminierung von homosexuellen Menschen schärfen und durch Aufklärung Vorurteile abbauen soll“, sagt Kirsten Zink, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung. „Aufklärung schafft Toleranz, die wichtig ist für die Gemeinschaft in der Stadt Gütersloh.“ Auch die NRW-Kampagne „anders und gleich“ fördert die Veranstaltungen. 

 

Veranstalter der Aktionswoche, die unter dem Motto „Gütersloh verliebt sich“ steht, sind Marianne und Detlef Kerkhoff von der Elterngruppe OWL sowie Stefan Matthias Pape von der Gütersloher Gruppe „ich bin - mensch“. Die beiden Organisationen haben sich zur Aktionsgruppe gegen Homo- und Transphobie zusammengeschlossen. 

 

Die Veranstalter hatten bereits 2013 und 2014 gemeinsam mit Bürgern mit bunten Luftballons auf dem Berliner Platz ein farbenfrohes Zeichen für die Vielfalt der Liebe gesetzt. Auch Bürgermeisterin Maria Unger hatte im vergangenen Jahr daran teilgenommen. Ergänzt wird der nun dritte RainbowFlash um einen Infostand am Samstag und Sonntag auf dem Berliner Platz.

 

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten. Seit 2005 findet am 17. Mai der internationale Tag gegen Homo- und Transphobie statt. Schwule und Lesben würden aber auch heute noch oft Opfer verbaler und körperlicher Gewalt, teilten die Veranstalter mit. Die Worte „schwule Sau“ oder „Kampflesbe“ seien noch immer häufig verwendete Schimpfworte auf Schulhöfen. „Schwul“ werde ebenfalls oft in Verbindung mit "schlecht" verwendet, wie zum Beispiel „Mathe ist voll schwul“.

 

Zum Abschluss Woche findet am Sonntag um 18 Uhr in der Martin-Luther-Kirche ein Gottesdienst zum Thema „Verliebt in Vielfalt“ statt. Er wird von den Pfarrern Stefan Salzmann und Thorsten Maruschke sowie der Aktionsgruppe gegen Homophobie gestaltet. Den musikalischen Rahmen schaffen Kirchenmusikdirektor Sigmund Bothmann an der Orgel und die Musikgruppe TEN SING vom CVJM.

 

Pressebericht aus der "Neuen Westfälischen" vom 14. Mai 2015

Gütersloh verliebt sich

Bürgerstiftung fördert RainbowFlash 

Stefan Matthias Pape, „ich bin-mensch“, und Kirsten Zink, Bürgerstiftung Gütersloh
Stefan Matthias Pape, „ich bin-mensch“, und Kirsten Zink, Bürgerstiftung Gütersloh

Die erste Aktionswoche gegen Homo- und Transphobie in Gütersloh findet noch bis 17. Mai statt. Höhepunkt ist ein Rainbow Flash am Sonntag, 17. Mai um 17 Uhr auf dem Berliner Platz: Weit mehr als 100 Menschen wollen an dieser Aktion teilnehmen. Die Aktionswoche wird finanziell von der Bürgerstiftung Gütersloh unterstützt. 


„Wir freuen uns, dieses Projekt zu fördern, das das Bewusstsein der Bürger für die Diskriminierung von homosexuellen Menschen schärfen und durch Aufklärung Vorurteile abbauen soll“, sagt Kirsten Zink, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung. „Aufklärung schafft Toleranz, die wichtig ist für die Gemeinschaft in der Stadt Gütersloh.“ Auch die NRW-Kampagne „anders und gleich“ fördert die Veranstaltungen. 


Veranstalter der Aktionswoche, die unter dem Motto „Gütersloh verliebt sich“ steht, sind Marianne und Detlef Kerkhoff von der Elterngruppe OWL sowie Stefan Matthias Pape von der Gütersloher Gruppe „ich bin - mensch“. Die beiden Organisationen haben sich zur Aktionsgruppe gegen Homo- und Transphobie zusammengeschlossen. Die Veranstalter hatten bereits 2013 und 2014 gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern mit dem Start von bunten Luftballons im Rahmen eines Rainbow Flash auf dem Berliner Platz ein farbenfrohes Zeichen für die Vielfalt der Liebe gesetzt. Auch Bürgermeisterin Maria Unger hatte im vergangenen Jahr daran teilgenommen. Der somit dritte Rainbow Flash findet in diesem Jahr am Sonntag, 17. Mai, dem internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, um 17 Uhr auf dem Berliner Platz statt. Zudem gibt es am 16. und 17. Mai auf dem Berliner Platz einen Infostand.


Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten. Seit 2005 findet am 17. Mai der internationale Tag gegen Homo- und Transphobie statt. Schwule und Lesben würden aber auch heute noch oft Opfer verbaler und körperlicher Gewalt, teilten die Veranstalter mit. Die Worte „schwule Sau“ oder „Kampflesbe“ seien noch immer häufig verwendete Schimpfworte auf Schulhöfen. „Schwul“ werde ebenfalls oft in Verbindung mit "schlecht" verwendet, wie zum Beispiel „Mathe ist voll schwul“.


Zum Abschluss der Aktionswoche findet am Sonntag, 17. Mai nach dem RainbowFlash (17 Uhr Berliner Platz) um 18 Uhr in der Martin-Luther-Kirche ein Gottesdienst zum Thema „Verliebt in Vielfalt“ statt. Der Gottesdienst wird von den Pfarrern Stefan Salzmann und Thorsten Maruschke sowie der Aktionsgruppe gegen Homophobie gestaltet. Für den musikalischen Rahmen zeichnen Kirchenmusikdirektor Sigmund Bothmann an der Orgel und die Musikgruppe TEN SING vom CVJM Gütersloh verantwortlich.  


Artikel von www.buergerstiftung-guetersloh.de vom 13. Mai 2015

Gütersloh verliebt sich

Radio Gütersloh-Moderator Mario Unger mit dem Plakat von "Gütersloh verliebt sich"
Radio Gütersloh-Moderator Mario Unger mit dem Plakat von "Gütersloh verliebt sich"

Überall in Gütersloh sehen Sie gerade Plakate mit dem Slogan „Gütersloh verliebt sich“. Sie weisen auf eine Aktionswoche gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben hin. Organisiert wird die Aktionswoche von der  Elterngruppe OWL und der Gütersloher Gruppe „ich bin- mensch“. Auch Mitorganisator Stefan Matthias Pape hat schlechte Erfahrungen gemacht und erntete Kopfschütteln, als er mit seinem Freund Händchen hielt. Passend zum Thema wird heute Abend in der Gütersloher Weberei das Theaterstück  „Schlachtertango“ aufgeführt. Am Sonntag ist zudem ein Aufsteigen von Luftballons mit Botschaften, ein so genannter Rainbow-Flash, geplant. Das Programm zur Aktionswoche von „Gütersloh verliebt sich“ finden sie im Internet. 

 

Presseartikel von www.radioguetersloh.de vom 12. Mai 2015

Gütersloh verliebt sich bunt

Aktionswoche gegen Homophobie

Gütersloh (gl). Unter dem Motto „Gütersloh verliebt sich“ findet ab heute eine Aktionswoche gegen Homo- und Transphobie statt. Bis zum 17. Mai wird ein buntes Veranstaltungsprogramm geboten, das Marianne und Detlef Kerkhoff von der Elterngruppe OWL sowie Stefan Matthias Pape von der Gütersloher Gruppe „ich bin – mensch“ organisiert haben. Sie haben 2013 und 2014 bereits sogenannte Rainbow Flashs auf die Beine gestellt. Dabei wurden bunte Luftballons gen Himmel geschickt, um die Vielfalt der Liebe darzustellen. Dieses Jahr soll der Rainbow Flash am 17.Mai um 17 Uhr den Schlusspunkt der Aktionswoche markieren.

 

„Wir wollen in der Öffentlichkeit zeigen, dass es nicht nur die heterosexuelle Liebe gibt“, erklärt Pape das Anliegen der Aktion. Damit solle ein Klima der Offenheit und Akzeptant geschafft werden. Auch in Deutschland gebe es immer noch Vorbehalte gegenüber Homosexuellen.

 

Den Auftakt macht ein offenes Treffen der Elterngruppe OWL am heutigen Samstag von 15:30 bis 18 Uhr im Gemeindezentrum der Matthäus-Kirche. Dort gibt es Informationen über die Themen Homo- und Transphobie. Am Dienstag, 12. Mai, wird in der Stadtbibliothek die Comic-Ausstellung „Ach, so ist das?!“ eröffnet. Sie ist bis zum 13. Juni zu sehen. Die Gruppe schwul-lesbische Aufklärung Bielefeld bietet am Dienstag, 12. Mai, von 15:30 bis 17:30 Uhr im Schulzentrum Ost einen Workshop für Lehrkräfte an. In der Weberei wird am Dienstag ab 19:30 Uhr das Theaterstück „Schlachtertango“ aufgeführt. Es erzählt die Geschichte des Bielefelders Ludwig M., der 1936 wegen seiner Homosexualität von der Gestapo verhaftet wurde. Alle Informationen zur Aktionswoche gibt es im Internet. www.gt-verliebtsich.de / www.facebook.de/gtverliebtsich

 

Pressebericht aus der Glocke vom 9. Mai 2015 

Gemeinsam ein Zeichen setzen

ERSTE AKTIONSWOCHE GEGEN HOMO- UND TRANSPHOBIE IN GÜTERSLOH

Organisieren die Aktionswoche: Silke Niermann, Stefan Matthias Pape sowie Marianne und Detlef Kerkhoff (von links). Foto: Julia Risse
Organisieren die Aktionswoche: Silke Niermann, Stefan Matthias Pape sowie Marianne und Detlef Kerkhoff (von links). Foto: Julia Risse

GÜTERSLOH (RIS). AM 17. MAI 2013 FAND IN GÜTERSLOH DER ERSTE RAINBOW-FLASH STATT. BEI STRÖMENDEM REGEN LIESSEN ETWA 30 MENSCHEN BUNTE LUFTBALLONS IN DEN GÜTERSLOHER HIMMEL STEIGEN, UM EIN ZEICHEN GEGEN HOMO- UND TRANSPHOBIE ZU SETZTEN. 

Mit dabei waren auch Stefan Matthias Pape von der Aktion »Ich bin – Mensch« sowie Marianne und Detlef Kerkhoff von der Elterngruppe OWL, die sich im Rahmen dieser Veranstaltung kennen gelernt haben. In diesem Jahr organisieren sie gemeinsam die erste Aktionswoche in Gütersloh, die sich mit den Themen Homo- und Transsexualität auseinandersetzt. Die Idee der drei war dabei nicht nur, wie bei den Rainbow-Flashs in den vergangenen zwei Jahren, ein sichtbares Zeichen zu setzen, sondern das Thema auch inhaltlich zu behandeln.

 

Unter dem Motto »Gütersloh verliebt sich« sind mehrere Veranstaltungen in Gütersloh geplant, die die Möglichkeit bieten, eigene Vorurteile zu hinterfragen und abzubauen. Zum Auftakt der Reihe findet am kommenden Samstag, 9. Mai, von 15.30 bis 18 Uhr ein offenes Treffen der Elterngruppe OWL im Gemeindehaus der Matthäus-Kirche (Auf der Haar) statt, die Raum für Gespräche und den Erfahrungsaustausch für Eltern von homosexuell liebenden Kindern bietet.

 

Weiterhin zeigt das Bielefelder Theaterlabor am Dienstag, 12. Mai, um 19.30 Uhr in der Weberei das Theaterstück »Schlachtertango«. Es handelt von Homosexualität während der NS-Zeit. Für Lehrkräfte findet ebenfalls am Dienstag, 12. Mai, der »SchLAu«-Workshop statt. Auch die Stadtbibliothek mit Leiterin Silke Niermann beteiligt sich an dem Projekt. So stellt die Einrichtung vom 12. Mai bis zum 13. Juni Raum für eine Comic-Ausstellung bereit, die sich mit Herausforderungen von homosexuell liebenden Menschen beschäftigt. Auch soll ein Büchertisch mit entsprechender Lektüre und Filmmaterial eingerichtet werden. Die Organisatoren freuen sich besonders, mit der Stadtbibliothek einen öffentlichen Raum für die Präsentation gefunden zu haben.

 

Höhepunkt und Abschluss der Aktionswoche bildet der Rainbow-Flash am Sonntag, 17. Mai, um 17 Uhr auf dem Berliner Platz, an dem auch Bürgermeisterin Maria Unger teilnehmen wird, und der sich anschließende thematische Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Das Datum des Abschlusstages erinnert dabei an den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation den Begriff Homosexualität von der Liste der psychischen Erkrankungen strich. Seit 2005 findet am 17. Mai der internationale Tag gegen Homo-und Transphobie statt.

 

Größter Wunsch der Organisatoren ist jedoch, dass Veranstaltungen dieser Art abgeschafft werden könnten. »Schön wäre es, wenn es nicht nötig wäre«, sagt Stefan Matthias Pape, »es muss jedoch so lange Thema sein, bis sich auf der ganzen Welt niemand mehr verstecken muss«. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Bürgerstiftung Gütersloh und der NRW-Kampagne »anders und gleich«.

 

Pressebericht aus dem Westfalen-Blatt vom 7. Mai 2015 

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Foto vom RainbowFlash 2013
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Foto vom RainbowFlash 2014
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